Rundgang - Station 16

Der Irisgarten

Durch die 1.169,95 qm große Fläche des Irisgartens schlängelt sich der Bach, der in einige kleinere Teiche übergeht und in den großen Teich mündet.

Unter den Irissorten sind vor allem die Taglilie, die Prachtscharte, die Junkerlilie und der Sumpfknöterich zu nennen, die wegen der grasartigen Blätter und ähnlicher Standortansprüche hervorragend zu den Iris passen. (Blütezeit von April bis Mai/Juni). Auch der Liebesperlenstrauch ist hier zu finden (hinter der Bank).


Iris, Familie der Schwertliliengewächse Iridaceae, krautartige Blütenpflanzen, die zur Großgruppe der einkeimblättrigen Pflanzen zählen; sie ist in der nördlichen, gemäßigten Hemisphäre verbreitet. Es handelt sich um sogenannte Geophyten, Pflanzen, die über verdickte, unterirdische Organe verfügen, die als Nährstoffspeicher dienen und aus denen sie rasch und frühzeitig im Jahr austreiben können. Die Blüten der Schwertliliengewächse bestehen aus einer Blütenhülle mit sechs kronblattartigen Teilen, drei oder sechs Staublättern und einem von Basis der Blütenhülle umgebenen, unterständigen Fruchtknoten. Als Frucht bilden sich eine Kapsel. Viele Arten sind wichtige Zierpflanzen, darunter die Schwertlilien oder Bartlilien (nach ihrem wissenschaftlichen Namen Iris-Barbata-Hybriden genannt). Typischerweise besitzen die Schwertliliengewächse lange, schmale (schwertförmige), zweizeilig angeordnete Blätter, die sich am Grund gegenseitig umschließen. Die Blüten der namensgebenden Gattung Schwertlilie sind sehr charakteristisch gebaut: sie weisen jeweils drei aufrechte "Domblätter" und drei nach außen gerichtete, so genannte "Hängeblätter" auf. Manche Gruppen dieser Gattung besitzen einen sogenannten "Bart" aus auffällig und oft kontrastierend gefärbten Haaren in der Mitte der Hängeblätter.

Die Gattung Schwertlilie enthält etwa 200 Arten, die nach ihrer Wuchsform in zwei Gruppen eingeteilt werden können. Die erste Gruppe besitzt unterirdisch kriechende Sprossarten, sogenannte Rhizome; zu dieser Gruppe gehören auch die barttragenden Schwertlilien. Die zweite Gruppe weist Zwiebeln auf; hier finden sich die kleineren Formen wie die Netz-Schwertlilie, die häufig im Steingarten gepflanzt werden.

Außer ihrem Wert als Zierpflanze haben die Mitglieder der Familie kaum wirtschaftliche Bedeutung. Die Rhizome einiger Arten, hauptsächlich der Florentiner Schwertlilie, werden getrocknet und zur Iriswurzel zermahlen, die man in Parfümen und anderen Kosmetika verwendet.

(Quelle: Stadt Solingen)


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