Rundgang - Station 10

Das Heilpflanzenbeet "Capitulare de Villis"

Im Frühjahr 2005 konnten wir auf einer Fläche von ungefähr 60 qm ein Heilpflanzenbeet in Anlehnung an die Heilpflanzen des Capitulare de Villis Kaiser Karls des Großen gestalten. Diese, um 800 n. Chr. entstandene Landgüterverordnung regelt in Kapitel 70 den Anbau von Heilpflanzen in jedem Garten, die somit zu einer Apotheke wurden, aus der sich auch die Ärmsten heilen können.

Sie finden hier ungefähr 40 Heilpflanzen, die schon vom Altertum bis ins Mittelalter und letztlich bis zum heutigen Tag ihre Wirkung und Bedeutung haben. Einige sehr schöne Beispiele hierfür sind die Malva sylvestris, der Eibisch, und die Kostuswurzel ebenso wie Pfefferminze, Rosmarin und Ringelblume (r.o.). Die große und stolze Mariendistel (li.), die mit ihrem Wirkstoff Sylibum marianum hilft bei Leberschäden und Vergiftungen, der Dachhauswurz (r.u.), der durch seinen hohen Feuchtigkeitsanteil in seinen dicken Blättern im Mittelalter aufs Dach gepflanzt wurde, um das ausbreiten des Feuers zu stoppen.

Unsere Heilkräuterfachfrau Dagmar Schmidt führt sie mit vielen Erklärungen während der Sommerzeit durch unseren Heilpflanzengarten, außerdem sind in dem von der Stiftung Botanischer Garten herausgegebenen Buch “Heilpflanzen des Capitulare de Villis“ alle unsere Heilpflanzen beschrieben nach Inhaltstoffen, verwendete Teile, Heilwirkung, Botanik, Geschichte und Sage sowie Kulinarisches.

Bei der Pflege des Heilpflanzenbeetes wird Frau Schmidt tatkräftig unterstützt von unseren Mitgliedern Frau Anna Bauermann und Frau Christel Grundmann.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Studium der Heilpflanzen.

(Dagmar Schmidt)

Weitere Fotos aus dem Heilpflanzenbeet finden Sie in der Fotogalerie
im Album "Heilkräutergarten CV".


Vorwort
Der Rosengarten
Der Kräutergarten