Rundgang - Station 5

Der Biblische Garten

Auf ca. 40 qm wurde am 10 Mai 2008 unser Biblischer Garten eingeweiht. In den acht verschiedenen Hochbeeten, die alle eine andere geometrische Form haben, wurden Pflanzen, die in der Bibel Erwähnung finden und in unseren Breiten gedeihen, angepflanzt. Die Beete sind barrierefrei auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen. Die Hinweistafeln wurden zusätzlich mit Blindenschrift versehen.

Dass die Hochbeetkästen aus Metall sind und eine Patina (es rostet) ansetzen, ist vom ausführenden Landschaftsgärtner Herrn Erich Storsberg gewollt. Das Metall soll Stärke und lange Haltbarkeit versinnbildlichen. Die Patinaschicht soll wie beim Menschen die Vergänglichkeit widerspiegeln.

Von den ca. 100 Pflanzenarten, die in der Bibel beschrieben werden, sind 25 in unserm Bibelgarten gepflanzt worden. Das Pflanzensortiment wird laufend erweitert. Für die Bepflanzung wurden Pflanzen ausgesucht, die in alten Zeiten schon angebaut wurden, sich über die Jahrhunderte für uns Menschen als wertvoll erwiesen haben und zur Ernährung, Kleidung oder Freude dienen.

Die Pflanzen, die Sie hier sehen, sind durch Züchtung und Selektionen so verändert worden, dass sie in unserm Klima wachsen.

Vom linken Beet angefangen sehen wir Weizen und Gerste, Wein (der schon vor 8000 Jahren am Euphrat und Tigris angebaut wurde), den Ölbaum (ist seit 4000 Jahren als Nutzpflanze bekannt, Ölzweig und Taube sind das Symbol für Frieden z.B. Flagge der UN), die Zistrose (das Harz der Zistrose wird schon im alten Testament als Laudanum als Heilmittel erwähnt), der Granatapfel (wird als Grabbeilage genutzt, kann mehrere Hundert Jahre alt werden, ist keine Kernfrucht wie unser Apfel sondern eine Beere mit 10 cm großen Früchten, nicht winterhart. Die Stadt Granada hat ihren Namen vom Granatapfel), der schwarze Maulbeerbaum (Futterpflanze für die Seidenraupe, stammt aus Asien, wird bis 25m hoch, Symbol der Klugheit, seit 1500 v. Chr. Im Mittelmeerraum). Und der Apfelbaum der von Schülern aus Ness Ziona (Israel) und ihrer Partnerschule der Gesamtschule Wupperstr. als "Baum der Freundschaft" gepflanzt wurde, darf natürlich als "Baum der Erkenntnis" nicht fehlen und erinnert an Adam und Eva. Die doppelte U-Form ist aus Platzgründen und zur Steigerung des Ertrags gewählt worden. Im Bibelgarten finden wir auch die Dattelpalme, Zwiebeln, Knoblauch, den Dornenbusch, Leinen und den Lorbeerbaum.

(Erich Storsberg, Matthias Nitsche)


Vorwort
Der Bauerngarten
Der Sichtungsgarten "Flora Frey"